Seminare am Institut für performative Künste und Bildung HBK Braunschweig
NEXT: Voreinander in Zusammenarbeit mit Matthias Engler
BISHER: staging myself
gesammelt gejagt gezeigt
Sphären
es spricht
Positionen im Performanceclan
vom Aufwärmen zur Gruppenimprovisation
choreografischer Baukasten

ARBEITSAUFBAU BEISPIEL
Vision
Information / Hintergrund / Fragen
Material-Qualitäten-Visionen
diverse Versuche / Richtungen
Aufgaben (>Material)
Transformation vor Auswahl
Rahmen
Auswahl
Transformation nach Auswahl
Kontext
(Fremdeinfluss)
Struktur
Ergebnis
e n t s t a n d e n e L i s t e n z u m A r b e i t e n
MOTIVE
/WESHALB ICH ETWAS BEGINNEN MAG ODER MICH EINEM PROZESS ANSCHLIESSEN MÖCHTE
Begehr Frage Notwendigkeit Perspektive Beobachtung Phänomen Anziehung Leidenschaft Fremdheit Verunsicherung Kriterium Meinungen Reibungspunkt
THEMEN / WOMIT ICH MICH BESCHÄFTIGEN MAG
wann sagt man wem was? Wille / Unwille Nähe Freundschaft Sinn / Unsinn zuhause Distanz und Nähe kennen wir uns Lebensübergänge Wirkung Bedeutung Konsequenz Glück Treue Ich-Treue
POSITIONEN
IM PROZESS
Moderator Versuchsperson Beobachter Produzent Um-Schreiber Transformator Urheber Entscheider Protokollant Übersetzer Formgeber Redakteur Kritiker Regisseur Berater Coach Kommentator Stenograph Handwerker Aufgabengeber / Andenker Aufgabenverteiler Reporter Muse Medium Forschungsgegenstand Autor Aufgabennehmer Interviewer Rezipient Lektor Protokollant
SCHRIFTLICHES
/WAS ES GIBT I
to-do-Listen Verträge Tagebücher Traumtagebücher Abgeschriebenes auf die Hand Geschriebenes Graffiti Mitschrift Bestellungen Zitate SMS Warnungen / Warnhinweise Rechnungen Manifeste Ideen für künstlerische Arbeiten Postkarten post-its Werbung Rezepte Kettenbriefe Gedichte Flyer Gebrauchsanweisungen Einkaufszettel Kaligrafie stream of conciousness Beschwerdebriefe Songtexte Seminar- und Hausarbeiten
VERBALE FORMEN
/WAS ES GIBT II
Predigt Schwärmen Kondolenz Belehrung Monolog Witze Selbstgespräch nachäffen Unterricht Dialog Streit Diskussion Verhör Fragen Klärungsgespräch Traum erzählt Geschichten Improvisation – . . . – . . . – . . . Verhandlung Telefongespräch
INHALTE GENERIEREN /
WIE ICH ZU MATERIAL KOMME
Gespräche führen Interviews Satzanfänge Menschenliste Brainstorming Behandlungen indirekte Einflüsse
– . . .
– . . .
TRANSFORMATIONEN
/WAS ES VERÄNDERN KANN/
PRAKTISCHE TRANSFORMATION
Struktur visuell Rhythmus manipulatives Schreiben Konzepte -Chor – . . . – . . . klanglich/phonetisch/lautmalerisch zensieren zufällige Dekonstruktion und Rekonstruktion tabellarisieren Genreveränderungen kommentieren übersetzen in eine andere Sprache (oder Dialekt) weglassen Tonfall Zusammenfassen Person(en) oder Subjekt austauschen Ort verändern Schriftgröße Reihenfolge Rückwärts Typo verändern Wiederholungen Wörter eintauschen
AUSFORMUNGEN
Kommentar zu stummem Geschehen Vorlesen/Lesung Liedtext Oper Buchstaben -an der Wand -ausgeteilt – . . . Monolog vorlesen lassen vom Publikum Musical Rekonstruktionsversuch Chor Diskussion live schreiben codieren interaktive Verwendung Sketch Audio – . . . – . . . Knopf im Ohr Predigt Text verschwindet zugunsten einer Aktion Tafel Rede Talkshow Dialog Vortrag Witz Gespräch Interview Puppen sprechen lassen Handout Loop
NOCH MEHR ERSCHEINUNGSFORMEN UND WEITERVERARBEITUNGS-
MÖGLICHKEITEN
NACHAHMUNGEN
Kopie Zitat Verfremdung Dekonstruktion den Staffelstab abgeben eine zeitlang nebeneinander sein die Umgebung werden sich in die Umgebung einfügen Metamorphose der andere werden Emotion nachempfinden Empathie sozial interagieren die gleiche Wirkung erzielen Erinnerung Rekonstruktion reenactment gegen etwas sein Inspiration vereinfachen Reduktion/Einschränkung Mimikry Parasitismus erschwachend (abebben) Echo selektive Kopie Resonanz vergrößern Hommage auf’s Brot schmieren nachtragen (aufheben zum später rächen) anstecken Traum Orakel Irrtum Projektionsfläche Transformation Übersetzung übersetzen für jemand anderen Kontextversetzung das gleiche am anderen Ort Parodie Variation geklaut Zerstörung zersetzen passiv machen und ersetzen kritische Auseinandersetzung: reiben
NOCH MEHR
– DIE INSPIRATIONSLISTE
Kampf Anpassung Überwachung Emotionen Aufstand Verstecken Unterordnen Willen brechen Einsamkeit Sich verloren fühlen Focus von außen Focus von innen Focus der/einer Gruppe Entmachtung Autorität Gruppe Individuum Status Egoismus Experiment Herausforderung System Struktur Kommunikation Gegensätze Reizüberflutung Zerfall Wachstum Scheitern Überschwemmung verzeihen anerkennen vergessen weglassen gleichmachen übertragen wissen erhalten still sein mitmachen boykottieren verbünden befragen anfassen lernen albern sein überfordern befriedigen wiederholen übersetzen verbessern mitbringen kontrollieren ignorieren respektieren zusammen halten verlassen behandeln streicheln hauen besteigen unterwerfen helfen verschimmeln erneuern kämpfen
WARM UP
– alle Gelenke einzeln entdecken, kennenlernen, benutzen – dann alle zusammen
– zum Boden gehen und aufstehen
– am Rücken aneinander den Kontakt wahrnehmen bis mit dem anderen aufstehen Rücken an Rücken oben auch in Kontakt bleiben
Arbeit mit drei verschiedenen Spielsystemen, voreinander in Gruppen zu siebt bzw acht.
Wir haben uns darüber verständigt, was für die jeweiligen Spiele hilfreich ist, sie interessant macht zu spielen und zu betrachten.
1.Das Hilfe-Spiel
Verfolgungs-Spiel. Alle sind potentielle Fänger und Gejagte. Wer angetippt wird, muss sich hinlegen. Wer, liegt, dem kann wieder aufgeholfen werden. Wenn sich jemand nicht aufhelfen lässt, muss sich der, der versucht hat zu helfen, auch hinlegen.
2. Schwarm-nicht Schwarm
alle stehen verteilt im Raum ohne direkten Bezug zueinander, können sich bewegen oder stehen und damit die Nichtbezogenheit aufeinander praktizieren. Nach versuchen sie zu einem Schwarm zu werden, d.h. eine Gruppe, die die selbe Orientierungsrichtung besitzt, die selbe Geschwindigkeit und einen ähnlichen Abstand zueinander hält. Wendet sich der Schwarm, sind andere Schwarmteilnehmer vorne und geben evtl. die Richtung vor. Der Schwarm kann nach einer bestimmten Zeitdauer wieder zum Zerfall gebracht werden
3. Das Beobachtungs-Spiel (watching the watcher)
Zunächst werden die Beobachtungskonstellationen bestimmt. Dafür stellt sich eine Gruppe zu siebt oder acht im Kreis auf. Jeder merkt sich die Personen links und rechts von sich. Danach verteilen sich alle im Raum Alle beginnen damit, die jeweils linke Person beobachten und sich dabei durch den Raum bewegen. Sie versuchen gemeinsam auf die rechte Person zu wechseln und wieder zurück und wieder zurück etc. Der Wechsel kann zunächst mit Ansage geübt werden und soll dann ohne Ansage passieren.
SICH VORSTELLEN MIT
1. Einer Aussage über sich treffen, die wahr ist.
2. Einer Aussage über sich treffen, die gelogen ist.
3. Nichts machen
4. Einem Bewegung zeigen/ausführen, mit der man sich identifizieren kann (oder im Duett die Bewegung eines Anderen).
5. Einer Bewegung zeigen/ausführen, mit der man sich nicht identifizieren kann.
6. Einbringen des Elements eines Fremdkörpers